„Roll-In“ beim Fachdienst Teilhabe – deutlicher Protest für Selbstbestimmung

Menschen mit Rollstühlen protestieren im Weißen Haus

Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Weißen Haus, wo der Fachdienst Teilhabe untergebracht ist, gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert.

Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die etwa 100 Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.

Dr. Joachim Steinbrück, 1. Vorsitzender von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen, machte deutlich:
„Wer persönliche Assistenz braucht, braucht sie jeden Tag – nicht nur, wenn die Verwaltung dazu kommt, Anträge zu bearbeiten. Die Bremer Praxis gefährdet die Selbstbestimmung vieler Betroffener und muss dringend geändert werden.“

Die Teilnehmende forderten erneut schnellere Bewilligungen, unbefristete Leistungen und faire Begutachtungen. Nur so könne Teilhabe und Gleichberechtigung tatsächlich gewährleistet werden.

SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen dankte allen Unterstützer*innen, die sich an der Aktion beteiligt haben, und kündigte an, den politischen Druck für eine Verbesserung der Praxis weiter aufrechtzuerhalten.

Protestierende mit und Rollstuhl im Weißen Haus (Amt für Soziales).