Am Donnerstag, 16. Juli 2026, haben der Verein Selbstbestimmt Leben sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V. (LAGS Bremen) vor dem Verwaltungsgericht Bremen Klage gegen die Pläne des Senats zur Umgestaltung der ÖPNV-Umsteigeanlage an der Domsheide eingereicht.
Bekanntlich beabsichtigt der Senat, die Haltestellen der Bus- und Straßenbahnlinien, die vom Bahnhof kommen bzw. dorthin fahren, zusammenzulegen und sie in der Balgebrückstraße weiter um etwa 50 m in Richtung Wilhelm-Kaisen-Brücke zu verschieben. Die Haltestellen der Linien 2 und 3 sollen hiernach auf der Domsheide vor dem alten Postamt verbleiben, allerdings um ca. 35 m Richtung Innenstadt verlegt werden.
Diese Pläne stoßen seit Jahren auf massive Kritik der Behindertenverbände, aber auch des Ortsbeirats Mitte, des Ausschusses der Seniorenvertretung für generationsgerechte Stadtentwicklung, des Landesteilhabebeirates und des Landesbehindertenbeauftragten. Kritisiert an den Senatsplänen werden vor allem die langen Umstiegswege von bis zu 185 m verbunden mit dem langgezogenen Gefälle in der Balgebrückstraße sowie die Querung der Fahrradachse Dechanatstraße – Marktstraße. Die Behindertenverbände sehen hierin eine besondere Gefahrenstelle.
Jürgen Karbe, Vorsitzender der LAGS Bremen meint hierzu: „Für mich als blinder Verkehrsteilnehmer ist es äußerst gefährlich, einen stark befahrenen Fahrradweg queren zu müssen. Fahrräder sind geräuschlos. Ich kann sie deshalb nicht rechtzeitig wahrnehmen. Und Radfahrer*innen beachten rote Ampeln häufig nicht. Ich selbst habe da schon wirklich gefährliche Situationen erlebt.“
Im vergangenen Jahr hatten der Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen e.V. (BSV Bremen), die LAGS Bremen, Selbstbestimmt Leben sowie der Sozialverband Deutschland (SoVD), Landesverband Bremen wegen ihrer Kritik an den Senatsplänen ein Schlichtungsverfahren nach dem Bremischen Behindertengleichstellungsgesetz eingeleitet. Dieses Verfahren scheiterte jedoch im Mai dieses Jahres.
Daraufhin haben sich die LAGS Bremen sowie Selbstbestimmt Leben dazu entschlossen, eine Verbandsklage vor dem Verwaltungsgericht zu erheben. Der BSV Bremen und der Landesverband des SoVD sind Mitglieder der LAGS Bremen und werden daher durch diese mitvertreten.
Beide klagenden Verbände haben den Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Rechte behinderter Menschen gGmbH Dr. Michael Richter mit ihrer Prozessvertretung beauftragt. Der Rechtsanwalt hat bereits zahlreiche Verbandsklageverfahren durchgeführt, davon auch einige in Bremen.
Dr. Richter hält die Verbandsklage für durchaus aussichtsreich, weil die langen Umstiegswege den Anforderungen an die Barrierefreiheit einer ÖPNV-Umsteigeanlage nicht genügen und die Querung der Fahrradachse Dechanatstraße – Marktstraße für alle Fahrgäste, insbesondere auch für blinde und sehbehinderte Personen, eine besondere Gefahrenquelle darstellt. Dr. Richter erklärt hierzu: „Es gibt Untersuchungen des ADAC, wonach circa acht Prozent der Radfahrer und Radfahrerinnen rote Ampeln ignorieren. Deshalb würde selbst eine Ampelanlage an der Querungsstelle Marktstraße – Dechanatstraße keine Verkehrssicherheit bieten.“
Dr. Joachim Steinbrück, Bremens früherer Landesbehindertenbeauftragter und Vorsitzender des Vereins Selbstbestimmt Leben, äußert zum Verfahren: „Unser Ziel ist es nach wie vor, an der Domsheide eine kompakte Haltestellenanlage mit möglichst kurzen Umstiegswegen durchzusetzen. Deshalb haben wir das Gerichtsverfahren eingeleitet. Allerdings werden wir das erneute Gesprächsangebot der Verkehrssenatorin, welches uns über den Landesbehindertenbeauftragten übermittelt worden ist, annehmen. Die Hoffnung, doch noch zu einer tragfähigen Lösung an der Domsheide zu kommen, die im beiderseitigen Interesse liegt, haben wir noch nicht endgültig aufgegeben.“
Ansprechpartner:
Dr. Joachim Steinbrück, Vorsitzender Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen
Mail: joachim.steinbrueck@t-online.de – Tel.: 0151 23 58 73 08
Gerald Wagner, Geschäftsstellenleiter der LAGS Bremen e.V.
Mail: Gerald.Wagner@LAGS-Bremen.de – Tel.: 0421 – 38777-14
Verantwortlicher i.S.d. Presserechts:
Dr. Joachim Steinbrück, Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen, Ostertorsteinweg 98,
28203 Bremen
LAG Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V.
Waller Heerstraße 55
28217 Bremen
Tel. 0421 38777-14
info@lags-bremen.de
SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen
Beratung, Politik, Kultur von behinderten Menschen
SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen
Ostertorsteinweg 98
28203 Bremen
Tel. 0421 704409
verein@slbremen-ev.de
Save the date: 40 Jahre Beratungsstelle Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen
Fachtag: KI – Chancen und Risiken für die Selbstbestimmung behinderter Menschen
Wann: Freitag, 27. November 2026, 14:00 bis 18:30 Uhr
Wo: Bremische Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen
Anlässlich von 40 Jahren Beratungsstelle Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen richtet der Verein einen Fachtag zu einem hochaktuellen Zukunftsthema aus:
Welche Chancen bietet Künstliche Intelligenz
für die Selbstbestimmung behinderter Menschen
– und wo liegen mögliche Risiken?
Freuen Sie sich auf eine spannende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven, Impulsen und Diskussionen.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung und das vollständige Programm werden rechtzeitig veröffentlicht.
Bitte merken Sie sich den Termin vor. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
22.05.26 Behindertenpolitischer Stammtisch: Sportangebote für behinderte Menschen
Wir laden herzlich ein zum nächsten behindertenpolitischen Stammtisch von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen.
Am Freitag, den 22. Mai 2026, treffen wir uns um 19:00 Uhr in unseren Räumen am Ostertorsteinweg 98 in Bremen, um gemeinsam über ein Thema zu sprechen, das viele bewegt: Sportangebote für behinderte Menschen in Bremen und Umgebung.
Als Gast begrüßen wir Michael Berger. Viele kennen ihn aus seiner engagierten Arbeit im Forum Barrierefreies Bremen oder aus dem Vorstand von SelbstBestimmt Leben e.V. Darüber hinaus hat er auch im Bereich Behindertensport wichtige Impulse gesetzt – unter anderem als Mitbegründer der ersten Sitzvolleyballgruppe in Bremen.
Michael Berger wird an diesem Abend persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit dem Behindertensport geben und berichten, was für ihn und viele andere dabei besonders wichtig ist. Er wird auch verschiedene Sportmöglichkeiten für körperlich eingeschränkte Menschen vorstellen und aufzeigen, wie und wo man passende Angebote in Bremen und Umgebung finden kann.
Wie immer gilt bei unserem Stammtisch: Für Getränke (Bier – mit und ohne Alkohol – sowie Wasser) ist gesorgt. Alles Weitere bringt bitte selbst mit – ganz im Sinne von Selbstbestimmung und Gemeinschaft.
Eingeladen sind alle Mitglieder von SelbstBestimmt Leben e.V., des Forums Barrierefreies Bremen sowie alle Interessierten.
Wir freuen uns auf einen informativen Abend, spannende Gespräche und den gemeinsamen Austausch! Vorherige Anmeldung unter verein@slbremen-ev.de erwünscht.
Euer Team von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen
SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen, Ostertorsteinweg 98, 28203 Bremen, Telefon: 0421 / 704409
E-Mail: verein@slbremen-ev.de
Behindertenpolitischer Stammtisch am 17. April 2026
Der nächste behindertenpolitische Stammtisch von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen findet am Freitag, den 17. April 2026, um 19:00 Uhr in den Räumen des Vereins, Ostertorsteinweg 98, statt.
Thema des Abends:
Das Bündnis „Einfach Unterwegs – Initiative für gute Mobilität“ und seine Ideen für eine Verkehrswende sowie einen anderen ÖPNV in Bremen.
Zu Gast ist Mark Peter Wege von der Initiative „Einfach Einsteigen“.
Die Initiative „Einfach unterwegs“ strebt einen Volksentscheid über den Entwurf eines Bremischen Gesetzes für gute Mobilität (BremGM) an.
Ziel des Bündnisses ist es, verbindliche rechtliche Grundlagen für eine zukunftsfähige Mobilität zu schaffen – mit Schwerpunkten auf Klimaneutralität bis 2038, dem Ausbau des Umweltverbunds, der Vision Zero (keine Schwerverletzten oder Todesopfer im Straßenverkehr) sowie der Barrierefreiheit aller Haltestellen.
Der Umweltverbund im Sinne des Gesetzentwurfs umfasst den Fuß- und Radverkehr sowie den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Das Bündnis wird unter anderem von Fridays for Future Bremen, VCD Bremen, LAGS Bremen und SelbstBestimmt Leben Bremen unterstützt.
Wie gewohnt gelten die bekannten Stammtischregeln: Für Getränke (Bier mit und ohne Alkohol sowie Wasser) ist gesorgt. Weitere Beiträge können gerne selbstbestimmt mitgebracht werden.
Anmeldung erwünscht: SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen, Ostertorsteinweg 98, 28203 Bremen, Tel. 0421 / 704409, verein@slbremen-ev.de.
„Roll-In“ beim Fachdienst Teilhabe – deutlicher Protest für Selbstbestimmung
Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Weißen Haus, wo der Fachdienst Teilhabe untergebracht ist, gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert.
Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die etwa 100 Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.
Dr. Joachim Steinbrück, 1. Vorsitzender von SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen, machte deutlich:
„Wer persönliche Assistenz braucht, braucht sie jeden Tag – nicht nur, wenn die Verwaltung dazu kommt, Anträge zu bearbeiten. Die Bremer Praxis gefährdet die Selbstbestimmung vieler Betroffener und muss dringend geändert werden.“
Die Teilnehmende forderten erneut schnellere Bewilligungen, unbefristete Leistungen und faire Begutachtungen. Nur so könne Teilhabe und Gleichberechtigung tatsächlich gewährleistet werden.
SelbstBestimmt Leben e.V. Bremen dankte allen Unterstützer*innen, die sich an der Aktion beteiligt haben, und kündigte an, den politischen Druck für eine Verbesserung der Praxis weiter aufrechtzuerhalten.

Gesundheitsversorgung im Fokus – Einladung zum Austausch in unserer Geschäftsstelle
Gesundheit betrifft uns alle – und gute medizinische Versorgung ist eine wichtige Grundlage für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb möchten wir das Thema ambulante Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt eines offenen Austauschs stellen.
Wir laden Interessierte herzlich ein, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Wünsche einzubringen. Uns interessiert:
- Wo gibt es im ambulanten Bereich Schwierigkeiten oder Barrieren?
- Was läuft gut – und was müsste besser werden?
- Welche Ideen gibt es, um Versorgungslücken zu schließen und gesundheitliche Angebote inklusiver zu gestalten?
Unser Ziel ist es, gemeinsam herauszufinden, wo in der aktuellen Versorgung Verbesserungsbedarf besteht, und daraus konkrete Anregungen für Politik, Verwaltung und Gesundheitsakteure zu entwickeln. Die Ergebnisse des Austauschs werden anonym ausgewertet und fließen anschließend in die Arbeit des Landesteilhabebeirats Bremen ein – damit unsere Erfahrungen und Vorschläge in die politische Beratung und die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung einbezogen werden können.
Termin: Fr., 27. März 2026 um 19:00 Uhr
Ort: Ostertorsteinweg 98, 28203 Bremen
Anmeldung: beratung@slbremen-ev.de
Studie zur Barrierefreiheit der gynäkologischen Praxen in Bremen
Auf der Basis von Vorarbeiten der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) und des Landesbehindertenbeauftragten (LBB) wurde 2023/2024 eine Studie zur Barrierefreiheit der gynäkologischen Praxen in Bremen durchgeführt. Die Studie wurde am 27.03.2025 veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden: https://www.behindertenbeauftragter.bremen.de/themen/gesundheit/barrierefreie-gynaekologische-versorgung-43796
Frauenklinik und die Barrierefreie Gynäkologische Praxis im KBM sind umgezogen
Die Frauenklinik im Klinikum Bremen Mitte – und damit auch die Barrierefreie Gynäkologische Praxis sind im letzten Quartal 2020 auf dem Gelände des KBM umgezogen.
Frauenklinik und barrierefreie gynäkologische Praxis sind nun in der Ambulanz 3 zu finden. Der Zugang ist über den neuen Haupteingang des KBM (Sankt-Jürgen-Straße / Ecke Bismarckstraße). Bitte erkundigen Sie sich dort an der Information nach dem weiteren Weg zur Ambulanz 3. Diese befindet sich im Erdgeschoss. Nach Auskunft der Klinik ist die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit gewährleistet.
Genauere Informationen zur Barrierefreiheit liegen uns leider noch nicht vor. Sobald die Corona-Situation es wieder zulässt, werden wir die genaueren Details vorort in Augenschein nehmen und an dieser Stelle darüber informieren.
Aktuell findet die Sprechstunde zur Zeit 1-2 mal im Monat (mittwochs) statt.
Wie gehabt wechseln sich verschiedene Ärztinnen und Ärzte mit den jeweiligen Spechstunden ab. Welche Ärztin bzw. welcher Arzt die jeweiligen Termine übernimmt, können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:
14.02.2024 – Andrea Stade
13.03.2024 – Antje Brehmer
17.04.2024 – Bettina Bosselmann
08.05.2024 – Barten-Schubert
29.05.2024 – Bettina Bosselmann
19.06.2024 – Antje Brehmer
17.07.2024 – Heide Schweigart
07.08.2024 – Andrea Stade
28.08.2024 – Antje Brehmer
18.09.2024 – Barbara Gerling
16.10.2024 – Bettina Bosselmann
06.11.2024 – Heide Schweigart
27.11.2024 – Andrea Stade
18.12.2024 – Barten-Schubert
(Hinweis SL: Angaben ohne Gewähr, nachträgliche Änderungen sind ggf. möglich).
Beteilige Ärztinnen und Ärzte
Die Kassenärztliche Vereinigung ist eine der Trägerinnen der Praxis. Sie hat auf ihrer Internetseite eine Liste der Ärztinnen und Ärzte veröffentlicht, die sich an diesem Projekt beteiligen.
Eckpunkte für eine verbesserte ISB in Bremen
„Die Zukunft der ISB in Bremen“ lautete der Titel eines Fachtags im Gehörlosenfreizeitheim Bremen. Dort diskutierten am 30. Juli 2014 Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, mit Assistent/innen und Mitarbeiter/innen des Sozialdienstes Erwachsende des Amtes für Soziale Dienste unter anderem über eine Liste von Vorschlägen zur Verbesserung der Individuellen Schwerstbehindertenbegleitung (ISB).
Der Fachtag war der vorläufige Schlusspunkt eines fachlichen Austausches, zu dem die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen und SelbstBestimmt Leben Bremen eingeladen hatten. Dem Fachtag waren drei Workshops vorangegangen, bei denen die ISB-Nutzer/innen, die Assistent/innen und die Mitarbeiter/innen des Sozialdienstes Erwachsene (SDE) Gelegenheit hatten, sich jeweils untereinander über einige heikle Themen im Zusammenhang mit der ISB auszutauschen. Die Workshopergebnisse wurden dann auf dem Fachtag vorgestellt und mit allen Beteiligten in kleinen Arbeitsgruppen diskutiert. An dieser Diskussion nahmen auch Mitarbeiter/innen aus der Sozial- und aus der Gesundheitsbehörde sowie die Leitungen der ISB-Tträger in Bremen teil.
Ein zentraler Diskussionspunkt waren die „Eckpunkte einer verbesserten ISB in Bremen“, die auf dem Fachtag von den Veranstalterinnen des gesamten fachlichen Austausches vorgestellt wurden. Die Eckpunkte greifen eine Reihe von Analysen, Ideen und Forderungen aus den einzelnen Workshops auf und setzen diese in Vorschläge für konkrete Maßnahmen um. Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen des Fachtags zeigten, dass die Eckpunkte bei den meisten Teilnehmer/innen auf grundsätzliche Zustimmung stießen. Aber es gab auch kritsche Stimmen, denen die Eckpunke nicht weit genug bzw. schon zu weit gingen; andere hätten sich konkretere Vorschläge gewünscht.
Zum Abschluss des Fachtags stellte Horst Frehe, Staatsrat für Soziales, seine Sicht der Dinge dar. Er machte deutlich, dass er die Eckpunkte für eine gute Grundlage zur Verbesserung und Weiterentwicklung der ISB hält und dass er sich für deren Umsetzung stark machen will. Frehe lobte auch den Weg, auf dem diese Maßnahmenvorschläge zustande gekommen sind, nämlich unter unmittelbarer Beteiligung der Menschen, die von solchen Veränderungen direkt betroffen wären, ganz getreu dem Motto der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung: Nichts über uns ohne uns.
Wenn Sie mehr über die Hintergründe und Ergebnisse des fachlichen Austausches über die Zukunft der ISB in Bremen erfahren möchten, stehen Ihnen die folgenden Dokumente zum Herunterladen zur Verfügung:
die Einladung (Größe: 222 kB) zu den Wokshops und dem Fachtag,
der Fragenkatalog (Größe: 391 kB) , der für alle Workshops gleich war,
eine Synopse (Größe: 168 kB), mit Hilfe derer Sie die Ergebnisse der einzelnen Workshops vergleichen können, und
die Eckpunkte einer verbesserten ISB in Bremen (Größe: 312 kB) .
